Ablauf, Methoden und Ziele

Lippen aufspritzen

Als Alternative zu einer chirurgischen Lippenkorrektur bietet sich das Lippenaufspritzen vor allem für dezente Volumen- und Symmetrieverbesserungen an. Mehrere Filler mit individuellen Vor- und Nachteilen können in die Lippen eingebracht werden und bei guter Ausführung für einen optimalen Behandlungserfolg sorgen.

Bei größeren Lippenkorrekturen, die nach Unfällen oder krankheitsbedingten Gewebeverlusten notwendig werden, ist es im Normalfall nicht ausreichend, die Lippen aufspritzen zu lassen. Für diese Fälle eignen sich eher stärker invasive Eingriffe durch das Einsetzen von Implantaten oder die chirurgische Lippenplastik. Seriöse Mediziner können Sie unter anderem daran erkennen, dass sie solche permanenten Eingriffe mit großen Volumenveränderungen bei grundsätzlich normal geformten Lippen verweigern.

Lippen aufspritzen ist schnell und unkompliziert möglich

Anders als bei vielen anderen schönheitschirurgischen Eingriffen kann bei der Lippenkorrektur das Beratungsgespräch theoretisch am Eingriffstag erfolgen. Ihr behandelnder Arzt wird jedoch mit Sicherheit verständnisvoll reagieren, wenn Sie das Gespräch und den eigentlichen Eingriff an zwei unterschiedlichen Terminen durchführen lassen wollen.

Die Lippenunterspritzung durch Injektion eines Gewebefillers erfolgt mit Hilfe einer sehr dünnen Injektionsnadel. Eine lokale Betäubung der zu behandelnden Ober- oder Unterlippe stellt sicher, dass das Einbringen des Füllmaterials weitgehend schmerzfrei verläuft. Nach vorheriger Absprache mit dem behandelnden Arzt wird eine Fillermenge in die Lippe (oder die Lippen) gespritzt, die in etwa dem Volumen der gewünschten Vergrößerung entspricht.

Unterschiede der Füllmaterialien

Filler in Gelform werden unter verschiedenen Handelsnamen angeboten. Wenn Sie das Beratungsgespräch und den Behandlungstermin an unterschiedlichen Tagen wahrnehmen, haben Sie die Möglichkeit, sich zusätzlich über die vom Arzt vorgeschlagenen Materialien zu informieren. Außer in den jeweiligen Preisen unterscheiden sich die Produkte vor allem in ihrer Haltbarkeit und individuellen Verträglichkeit. Optimal sind immer körpereigene Stoffe:

  • Eigenfett ist sehr verträglich, muss aber in einem zusätzlichen Eingriff zunächst an einer geeigneten Körperstelle entnommen und aufbereitet werden.
  • Hyaluronsäure oder Kollagen führen nur selten zu allergischen Reaktionen, werden aber vom Körper relativ schnell resorbiert.
  • Polymilchsäure gilt als vergleichsweise haltbar und wird wie das Eigenfett aus dem eigenen Körper gewonnen.

Wiederholungsbehandlungen sind unvermeidbar

Je nach Wahl des Fillers gehört das Auffrischen der Behandlung im Abstand von sechs bis zwölf Monaten zur dauerhaften Volumenkorrektur Ihrer Lippen. Fragen Sie am besten im Beratungsgespräch konkret nach den jeweiligen Haltbarkeiten der vorgeschlagenen Fillermaterialien. In Einzelfällen kann bereits nach wenigen Wochen eine erste Nachbehandlung notwendig werden.

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